Ich.Du.Wir Gefühle - die Kunst der Entscheidung

 

Auch wenn es sich bei dem Wort Entscheidung nicht direkt um ein Gefühl handelt, möchte ich es trotz allem in meine Ich.Du.Wir Gefühlsreihe integrieren, weil uns das Gefühl Unzufriedenheit auffordert eine Entscheidung zu treffen.

 

Wir durften noch nie so viele Entscheidungen treffen wie heute und dennoch tun wir uns schwer zu entscheiden. Die Angst eine Falsche zu treffen hält uns manchmal davon ab, es selbst zu tun. Dabei ist die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen, doch ein Zeichen des selbstbestimmten Handelns. Warum wünschen wir uns dennoch dass jemand für uns die Entscheidung trifft und sie uns abnimmt? Übernehmen wir so ungern die Verantwortung für unsere Gefühle und für unser Leben? Sind wir von Perfektionismus so besessen und gestatten uns keine Fehler? Würden wir uns selbst Fehler nicht immer so vorwerfen, würden wir dann nicht viel freier durch die Welt gehen? Fragen über Fragen, die alle beantwortet werden wollen.

 

Unser Drang nach Perfektionismus ist in den letzten Jahrzehnten so angestiegen, dass wir ganz übersehen haben, das es Perfektionismus nicht gibt. Nur keine Fehler machen, nur keine Fehler zugestehen, weil das könnte eine Form von Schwäche zeigen. Das ist so überspitzt und unnatürlich. Menschen sind Menschen und keine Computer. Und sogar diese können Fehler machen. Warum haben wir verlernt menschlich zu sein?

 

Heutzutage sind wir ständig Entscheidungen ausgesetzt, weil wir unzählige Möglichkeiten haben und so viele Aspekte betrachtet und analysiert werden müssen und das kann uns natürlicherweise überfordern. Die Anforderungen an uns und unsere Leben sind mittlerweile sehr groß geworden. Jeder möchte einzigartig und großartig sein und ich denke, genau das wird uns noch von uns selbst entfernen.

 

Entscheidung ist nicht gleich Entscheidung. Es gibt Kleine die uns ganz leicht fallen und Größere die viel Zeit und Aufmerksamkeit beanspruchen. Große Entscheidungen bringen Veränderungen mit sich, daher ist es gut und sinnvoll, wenn man sich für große Entscheidungen Zeit nimmt, sie von mehreren Seiten betrachtet, damit man sich entscheiden kann.

 

Gibt es falsche/richtige Entscheidungen?

Meiner Meinung nach nicht, weil es gibt nur die einzig wahre Entscheidung in dem Moment. Ich glaube, wir unterschätzen nur manchmal die Größenordnung der Entscheidung oder das kalkulierte Resultat ist nicht das Gewünschte oder man nimmt sich nicht ausreichend Zeit um eine Alternative innerhalb der Situation zu finden. Definitiv entscheidet man sich für eine Veränderung.

 

Wie lange dauert die Entscheidungsfindung?

Ganz ehrlich, dass kann nur jeder für sich definieren und es kommt ganz auf das Thema an. Es ist ein Unterschied, ob man eine Beziehung beenden, einen neuen Job finden möchte oder ein Haus bauen will. Es gibt keine zeitliche Einschränkung, nur sollte man den Zeitpunkt nicht verpassen sie zu treffen.

 

Wie trifft man große Entscheidungen?

Hier plaudere ich aus meinem persönlichen Nähkästchen, aber das mache ich gerne.

Je nach Größe nehme ich mir die Zeit dafür, meine Fragen zu beantworten und gleichzeitig rein zu fühlen, wie es sich anfühlen würde, wenn ich meine stagnierende Situation verändere und welche Szenarien dabei rauskommen können.

 

  • Welche Gefühle bewegen mich über eine zukünftige Veränderung nachzudenken?
  • Welche Auswirkungen haben meine Entscheidungen auf mich und auf andere?
  • Welche Alternativen gibt es für mich, wenn Plan A nicht aufgeht?
  • Vielleicht gemischt mit einer klassischen Pro/Contra Liste.
  • Welche Angst hindert mich die Entscheidung zu treffen und wie kann ich mir diese Angst nehmen?
  • Was passiert, wenn ich in der Situation verweile? Kann ich das akzeptieren?
  • Und die letzte und meine persönliche, wichtigste Zutat ist: ich sitze mit 80 Jahren vor meinem Kamin und erzähle meinen Urenkeln von meinem Leben. Würde ich es bereuen, diese Geschichte nicht erzählen zu dürfen?

 

Wenn ich es bereuen würde, dann habe ich bereits meine Entscheidung getroffen. Manche Entscheidungen müssen gut vorbereitet werden, damit man sich selbst die Angst nimmt und der Veränderung realistisch entgegen gehen kann.

 

Fazit: Keine voreiligen Entscheidungen treffen. Alternativen innerhalb der Situation suchen, vielleicht liegt die Lösung wo ganz anders. Sich Zeit nehmen. Es ist eine Kopf-, Bauch-, Herzentscheidung und die sollten auf Gleich sein, damit man kraftvoll seine Veränderungen umsetzen kann.

 

 

* Reiki kann keinen Arztbesuch oder die Einnahme von notwendigen Medikamenten ersetzen. 

Wendepunkte

 

Ursula Renate Jobst

Sautergasse 56/4

1170 Wien

 

mobil: +43 680 1461261 

email: meine@wende-punkte.at

______________________________

 

Feelgoodstudio

 

Burggasse 31/7

1070 Wien

 

home: www.feelgoodstudio.at