Wissensdurst - ein Interview über die Emotionale Intelligenz

 

Letzte Woche wurde ich um ein Interview gebeten und der Erscheinungstermin und meine Antworten auf die Fragen zur Emotionalen Intelligenz möchte ich mit Euch teilen. Vielleicht ist es für Euch stimmig. 

 

 

Was ist emotionale Intelligenz?

 

Auch wenn die emotionale Intelligenz aus mehreren Fähigkeiten besteht, wie dem Mitgefühl, Kommunikationsfähigkeit, Taktgefühl oder der Fähigkeit zuhören zu können, geht es darum unsere Emotionen und die der anderen auf ausgeglichene Weise zu verstehen. Wie wir unsere Alltagsprobleme lösen, ohne dass uns dabei die Welt auf den Kopf fällt. Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, uns emotional steuern zu können, und das kann man lernen. Es ist mit Bewusstseinsarbeit verbunden.

 

Wendepunkte Astrologische Beratung Ursula Hütter Emotionale Intelligenz
©Shutterstock

 

 

1.     Das Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ ist derzeit in aller Munde. Seine These: Die Eltern riskieren keine Konflikte, zeigen keine Grenzen auf und sind keine Autoritäten mehr. Und alles deshalb, weil sie unbedingt von ihren Kindern geliebt werden wollen. Was sagen Sie dazu?

Ich persönlich finde Grenzen wichtig, weil Kinder lernen „Alles“ von Anfang an. Sie besitzen noch keinen Erfahrungsschatz auf den sie zurückgreifen können, und da liegt die Verantwortung bei den Eltern diesen Erfahrungsschatz zu füllen. Natürlich ist es möglich die Bedürfnisse der Kinder zu integrieren, schließlich wollen sie das Gefühl haben mitgestalten zu dürfen. Das eine schließt das andere nicht aus.

 

 

2.     Sie sind Profi in Sachen „emotionale Intelligenz“. Wie ist es dazu gekommen? Was qualifiziert Sie?

Profi ist ein sehr interessantes Wort. Wann ist man ein Profi? Schließlich lernen wir nie aus. Gerade heute, wo wir in einer digitalisierten Zeit leben und alles so schnelllebig ist, und wir tausende Einflüsse täglich verarbeiten müssen, verändern sich dementsprechend die Ergebnisse in der Forschung und Entwicklung.

Ich persönlich bin ein sehr empathischer Mensch, bin in einer Großfamilie aufgewachsen, habe 12 Jahre lang in einem Großkonzern gearbeitet, habe mich in meiner Freizeit dem ständigen Weiterentwickeln und Selbstreflektieren gewidmet, habe eine 3-jährige Ausbildung in Astrologie (mit psychologischem Hintergrund) absolviert und arbeite als Reiki-Meisterin, einer sehr alten Entspannungsmethode. Es war mir schon als Teenager wichtig, die Menschen zu verstehen und selbst verstanden zu werden. Ich habe an den Menschen und mir gelernt, verurteile und beurteile die Menschen nicht, sondern sehe immer die Geschichte hinter jeder einzelnen Persönlichkeit. Ich habe mich immer gefragt, warum jeder Einzelne in welcher Situation so reagiert wie er reagiert. Weil jeder auf seinen Erfahrungsschatz zugreift. Meine Empathie, meine Erfahrung und mein angereichertes Wissen qualifiziert mich als Humanenergetikerin zu arbeiten.

 

 

3.     Wie schaffe ich es, dass mein Kind emotional intelligent wird? Falls es eine bestimmte Erziehung zur Entwicklung von emotionaler Intelligenz gibt, wie sieht die aus? Und: Wann fange ich damit an?

Kinder lernen von ihrer nächsten Umgebung dazu, das heißt, von den Menschen mit denen sie tagtäglich beisammen sind. Erziehen bedeutet den Kindern die eigenen Werte vorzuleben. Somit muss ich bei meiner persönlichen emotionalen Intelligenz beginnen und darauf achten, wie ich mit mir selbst und anderen Menschen umgehe. Bin ich einfühlsam und gehe ich empathisch auf andere zu? Wenn ja, werde ich es wesentlich leichter haben, dass meine Kinder empathisch auf andere Kinder und ihre Mitmenschen zugehen. Ich kann von meinen Kindern nicht etwas einfordern, dass ich selbst nicht lebe. Also sollte das Motto lauten: So wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.

 

 

4.     Was müssen die Eltern beachten, damit aus ihren Kindern empathische und moralisch gute Menschen werden?

Anfangs wäre es gut, wenn sich jeder Elternteil überlegt, welche Werte er in seinem Leben als wichtig empfindet, welche wandelbar sind, wo man bereit ist Kompromisse einzugehen, und welche Bedürfnisse jeder Einzelne für sich hat. Meistens geht das einher mit der Schwangerschaft: die werdende Mutter sowie der werdende Vater beginnen nachzudenken, was für ein/e Mutter/Vater man sein möchte. Wie möchte man sich von seinen eigenen Eltern unterscheiden? Jeder denkt über seine Kindheit nach, welche Erziehungsmaßnahmen übernommen wurden, und welche gezielt geändert werden sollen. Schließlich wird nicht nur ein Kind geboren, sondern auch eine Mutter und ein Vater. Selbstreflektierte Eltern, die die Werte des Partners kennen und mit diesen an einem Strang ziehen, werden ihren Kindern ein klares Bild vermitteln können. Je klarer die Eltern kommunizieren - und das mit einer Ruhe und Gelassenheit – desto besser können sie ihren Kindern dementsprechend Empathie und Moral vorleben.

Jesper Juuls spricht in seinem Buch „Neue Wege zur Erziehung“ von den persönlichen Grenzen jedes Einzelnen, wie wichtig diese sind, und dass sie sich jeden Tag verändern dürfen. Er empfindet es als notwendig in der Ich-Form zu sprechen, damit Kinder unter anderem lernen, welche Bedürfnisse die Eltern haben, und dass diese sich von ihren unterscheiden dürfen. Sein Buch „Nein aus Liebe – Klare Eltern – starke Kinder“ ist meiner Meinung nach nicht nur für Eltern-Kind-Beziehungen gedacht, sondern kann sehr gut auf die Partnerschaft umgemünzt werden. Auch die Beziehung zwischen den Eltern trägt zu der emotionalen Intelligenz des Kindes bei.

 

5.     Wie soll man als Mutter, Vater reagieren, wenn das eigene Kind im Kindergarten auf andere haut oder auf dem Spielplatz die anderen wegdrängt oder ihnen die Spielsachen wegnimmt?

Es gibt kein fertiggestelltes Kochrezept, an das man sich halten kann, weil jedes Kind aus anderen Gründen hinhaut. Füllen Sie den Erfahrungsschatz Ihres Kindes und nehmen Sie sich die Zeit Ihrem Kind immer wieder mit einer Ruhe zu erklären, warum Sie persönlich das nicht in Ordnung finden. Natürlich kann es als lästig empfunden werden sich zu wiederholen, aber das Alphabet haben wir auch nicht nur durch einmal Durchlesen gelernt. Geben Sie Ihrem Kind Zeit es zu lernen. Lassen Sie das Kind erzählen, warum es das getan hat, und nehmen Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes ernst. Schließlich wollen auch Sie ernst genommen werden. 

 

Ich danke für das Interview!

 

* Reiki kann keinen Arztbesuch oder die Einnahme von notwendigen Medikamenten ersetzen. 

Wendepunkte

 

Ursula Renate Jobst

Sautergasse 56/4

1170 Wien

 

mobil: +43 680 1461261 

email: meine@wende-punkte.at

______________________________

 

Feelgoodstudio

 

Burggasse 31/7

1070 Wien

 

home: www.feelgoodstudio.at