Ich.Du.Wir Gefühlsreihe - Kritik und warum wir dazu tendieren zu kritisieren

Warum kritisieren wir? Warum fühlen wir uns selbst so schnell persönlich angegriffen? Warum fühlt sich ein anderer (Partner/Arbeits- & Schulkollege/Freund/Familienmitglied) kritisiert, obwohl wir es gar nicht so meinen? Kritisieren wir, weil wir selbst nicht mehr aus unserer Haut herauskommen und diese Stagnation uns jegliche Freiheit nimmt? Oder versuchen wir mit positiv gemeinten Wörtern etwas weiterzuentwickeln, und der andere verspürt es als Kritik? Liegt es an der falschen Kommunikation oder haben wir unbewusst einen wunden Punkt getroffen? Oder kritisieren wir aus einem Selbstschutzmechanismus heraus?

 

Fakt ist:

  • Kritik nehmen wir unterschiedlich wahr und ernst. Es kommt immer darauf an, wer uns kritisiert, und was an uns kritisiert wird.
  • Kritik ist gefühlt für uns gleichgesetzt mit Beurteilen. Wir werden beurteilt und dagegen wollen wir uns wehren.
  • Es wurde ein wunder Punkt, ein Nerv getroffen. Das Thema, welches uns aufgezeigt wird, kennen wir schon, aber wir konnten es noch nicht ändern und das ärgert uns.
  • Kritik ist verletzend, weil bereits eine Verletzung vorhanden ist, die durch jemanden ganz anderen entstanden ist, und durch das aktuelle Gegenüber wieder aktiviert wird.
  • Der Mangel an Kritikfähigkeit hat die Wurzeln in der Annahme, dass man nicht gut genau sei.

 

 

Dir wird das Gefühl von persönlicher Kritik sicher vertraut sein, denn schließlich beginnt Kritik und kritisieren bereits in der Schule oder sogar im Elternhaus, und das meist mit dem guten Hintergedanken – nämlich Dich zu fördern. Leider geht es bei dem einen oder anderen etwas mehr in die Hose. Wären wir in einem liebevollen Umgang mit liebevollen Worten kritikfähiger?

 

 

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Warum kritisieren wir? © Shutterstock

 

 

 

Was verspüren wir, wenn wir uns kritisiert fühlen?

Wir fühlen uns zurückgewiesen oder nicht so akzeptiert wie wir sind. Wir haben das Gefühl, dass wir oder unsere Leistungen, unser Einsatz, unsere Empfindungen, unsere Bedürfnisse einfach nicht gesehen werden. Wir fühlen uns nicht ernst genommen und nicht ausreichend - Punkt.

 

Natürlich macht es einen Unterschied, welche Person uns kritisiert. Ist es ein Vorgesetzter, der vielleicht selbst so im Stress war, dass er nicht gesehen hat wie viel Zeit und Aufmerksamkeit wir in unsere Arbeit investiert haben? Das können wir sachlicher, vielleicht sogar emotionsloser erklären, und lassen somit diese Kritik nicht so an uns ran. Wir können selbst Verständnis für den Vorgesetzten aufbringen, und der Ärger der durch die Kritik aufkommt, kann wieder verfliegen.

 

Was wenn uns unser Partner, ein Freund oder ein Familienmitglied kritisiert?

Dann ist es schon etwas schwieriger, es einfach wegzustecken und ein „Schwamm drüber“ zu verinnerlichen. Schließlich ist es uns wichtig, dass genau diese Menschen, die uns am nächsten und am liebsten sind, uns so sehen wie wir wirklich sind. Uns so lieben wie wir sind. Von ihnen ist es nicht so leicht eine Kritik auszuhalten, da alte Verletzungen vorhanden sind - und solange die nicht geheilt sind, können sie durch jemanden anderen immer wieder aktiviert werden. Unsere emotionalen Kratzer, so wie ich sie liebend gerne nenne, sind einfach noch da.

 

Warum fühlt sich Dein Gegenüber kritisiert, obwohl es gar nicht so gemeint war?

Dir muss bewusst werden, dass Du eine Erinnerung an eine Verletzung, an ein Ohnmachtsgefühl in der Person aktiviert hast. Das läuft im Unterbewusstsein ab. Das hat meist gar nichts mit Dir zu tun, sondern mit der Geschichte dieser Person. Wenn man verstehen kann, dass jeder von uns seine persönliche Geschichte in sich trägt, die geprägt hat, dann ist es möglich den anderen zu verstehen und zu sehen wie er wirklich ist. Es gibt wichtige Bestandteile um das Gegenüber dabei zu unterstützen, die alte Wunde heilen zu lassen! Bereitschaft. Offenheit. Liebevolle Kommunikation. Gegenseitiges Verständnis. Ehrlichkeit. Empathie. Wertschätzung. Respekt. Mit dieser Kombination kann man aufeinander zugehen und das Gefühl der Zurückweisung, der Kritik wandeln und heil werden lassen.

 

Wie soll ich persönlich mit Kritik umgehen?

Es ist ja immer leichter gesagt als getan, aber Du kannst nur reinfühlen, ob Dir die Kritik vertraut ist, und woher sie Dir bekannt vorkommt. Hat es mit Deiner Ohnmacht zu tun oder schlägt der andere gerade um sich, weil derjenige sich in einer Ohnmachtsstellung befindet? Hast Du selbst vorweg kritisiert und bist nicht achtsam mit deinem Gegenüber umgegangen? Das sind Fragen mit denen Du Dich auseinandersetzen kannst und wenn Du persönlich für Dich Antworten gefunden hast, kannst Du mit Deinem Bewusstsein und Deiner Achtsamkeit diesen Kritikpunkt verändern und heilen. Schließlich macht es etwas mit Dir, also muss sich in Deinem Unterbewusstsein etwas befinden, und somit verbirgt sich ein Funke Wahrheit dahinter. Wichtig ist, dass Du Dich selbst nicht kritisierst, sondern für Dich versuchst einen liebevollen Umgang mit Dir selbst und Deinen Mitmenschen zu finden, weil es einfach menschlich ist dass uns etwas kränkt. Sei mit Deinem Gegenüber - und ganz wichtig mit Dir selbst nicht zu hart.

 

Was kannst Du für Deine Kinder tun?

Nimm sie an so wie sie sind und lass sie das spüren. Letztens habe ich mit einer Freundin telefoniert und ihre Tochter sagte im Hintergrund „Mama, das kann ich nicht!“ und sie hat sie gleich wissen lassen „Sag doch sowas nicht, du kannst alles“. Ich fand das sehr schön, wie sie mit ihrer Tochter gesprochen hat, denn es stimmt! Wenn Du möchtest, dann kannst Du alles. Also ein Dankeschön an diese Mamafreundin. ;)

 

Ich bin davon überzeugt, dass wenn wir alle wieder mehr in die Sanftheit und Offenheit gehen (je mehr desto besser!), desto leichter werden wir auf den anderen zugehen können, je leichter werden alte Verletzungen heilen und desto schöner wird das zusammenleben, das Miteinander werden.

 

Fang damit an Deinen Umfeld Komplimente zu machen! Es wird bestimmt ein tolles Erlebnis werden, wenn Du sie wissen lässt, was sie besonders gut können, was Du an ihnen schätzt, welche Bereicherung sie für Dich sind. Genug mit dem kritisieren! Schenken wir den schönen Eigenschaften mehr Platz.

 

 

* Reiki kann keinen Arztbesuch oder die Einnahme von notwendigen Medikamenten ersetzen. 

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